PermaKulturgut.de by Carsten Gehrke / letzte Änderung am 28.11..2012

Willkommen
Einleitung oder wie ich zur Permakultur kam...
Permakultur – eine Führung durch den Garten… ein Videoclip bei Youtube, war mein erster Kontakt mit Permakultur. Ich war auf der Suche nach Ideen zur Gestaltung eines Gemüsegartens und dachte nach dem 5-teiligen Video: DAS KANN DOCH NICHT SEIN!?
Die Vorstellung des Garten, der Techniken und Artenvielfalt hat mich nachhaltig beeindruckt. Warum macht nicht jeder Permakultur? Warum hatte ich vorher noch nie davon gehört? Alles Hokus-Pokus?
Ich hatte nach Lösungen gesucht, aber zunächst nur neue Fragen aufgeworfen…
Wie soll das gehen? Gärtnern ohne umzugraben, Landwirtschaft ohne große Maschinen und Kunstdünger? Wie kann denn so die ganze Welt ernährt werden? Sollen wir alle wieder Selbstversorger werden und leben wie vor 100 Jahren? Die PermakulturIdee im kleinen Maßstab konnte ich mir ja  vorstellen, auf einen ganzen Planeten umgelgt, stellte ich mir das Ganze aber doch sehr „ursprünglich“ vor.
Mittlerweile bin ich einige Denkschritte vorangekommen! Permakultur, zunächst nur als Ansatz in der Landwirtschaft verstanden, ist weitaus mehr als Hügelbeete und Mischkulturen anlegen. Das Szenario „Leben wie vor hundert Jahren“ wird meiner Ansicht nach wohl eher Wirklichkeit, wenn wir weitermachen bisher – und nicht an vielen Stellen umdenken!
Nutzen wir kurze Weg! Vor 20 Jahren gab´s beim Bauern noch Milch...und heute? Gemeinsam mit den Nachbarn haben wir drei mal in der Woche unsere Milch direkt beim Bauern geholt. Permakulturell beleuchtet ergibt das folgenden Sinn:
Kooperation der Nachbar, Arbeitsteilung
Unterstützung kleiner lokaler Unternehmen (das Geld bleibt in der Region, Betriebe können sich halten)
FRISCHE MILCH!!!

Oma hatte ihren großen Gemüsegarten. Früher gab es auf dem Hof auch Schweine und es wurde selbst geschlachtet. Ich kann mich deutlich daran erinnern... Heute macht man das alles kaum noch.
Wir übernehmen kaum noch Verantwortung für die Dinge die wir zu uns nehmen. Wir kaufen BIO! ...und fühlen uns gut. Das reicht aber nicht. Bio ist nicht gleich nachhaltig! Industrie bleibt Industrie, Monokultur-Agrarwüste bleibt  Monokultur-Agrarwüste, Massentierhaltung bleibt Massentierhaltung.  - Da beißt die Maus keinen Faden ab

Der Wert eines Produktes wird an dem gemessen, was wir bei „Idel oder Laldi“ dafür an der Kasse bezahlen. Hauptsache billig! Aber das ist eine Milchmädchenrechnung... Wenn sich der Wert einer Ware aus Rohstoffwert, Rohstoffförderung, Arbeitskraft, Energiekosten, Maschinen, Transport, Verarbeitung, weiterer Transport, Verkauf, Verdiensten (Bsp.: Saatgutproduzent, Landwirt, Fuhrunternehmen, Lebensmittelverarbeitende Industrie, Discounter etc) zusammensetzt – wieviel ist das eigentliche Produkt dann noch wert? Oder besser: von welcher Qualität muss es wohl sein? Oder wer bezahlt eigentlich wirklich dafür, wenn es so günstig zu kaufen ist?
Amerikas größter Exportartikel ist: fruchtbarer Boden! Landwirtschaft in großem Stil... Aber keine Sorge – das schaffen wir auch, wenn.... ja wenn uns nicht vorher das Öl ausgeht. Naja – erst wird es so teuer, dass sich niemand mehr leisten kann ein Auto ganz alleine zu fahren, aber irgendwann wird auch das zu teuer. Wie wird sich das wohl auf die Lebensmittelpreise auswirken? Wie wird es sich wohl auf alle Preise auswirken, wenn Benzin 3,10€ kostet? Oder 10,30€? Wir werden es erleben...

Ich wünsche mir, dass wir dann schon ausreichend Alternativen aus dem Ärmel schütteln können, um eine Antwort parat zu haben, die in etwa lautet wie: das kriegen wir schon hin!

Permakultur ist eine solche Antwort! Jedenfalls ist es sinnvoll sich damit auseinanderzusetzen, wie es auch auf eine andere Art und Weise gehen könnte. Wertschätzung und Pflege unserer Ressourcen, Respekt vor jedem Leben, kurze Wege vom Produzenten zum Verbraucher, Nachhaltige Produktion, Qualität, Kooperation!
Jede Tomate aus dem eigenen Garten macht die Welt ein Stückchen besser... Jedes (fast jedes) selbst gebackene Brot schmeckt leckerer als das vom Supermarkt.... Das frische Ei vom eigenen Huhn ist viel gesünder... Das selbst geschlachtete Huhn macht uns beim Verzehr vieles bewusster...

Permakultur bedeutet für mich: „Verantwortung, Gemeinschaft, Lebendigkeit!“

Danke für´s Zuhören!
Carsten Gehrke

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PermaKulturgut.de - jede Tomate zählt!

 

PermaKulturgut.de  beschäftigt sich mit Gedanken und Projekten zur Selbstversorgung und nachhaltigen Lebensweisen. Wir wollen, gemeinsam mit Dir, Verantwortung übernehmen und zeigen, dass Veränderungen möglich sind. Lasst uns selbstbewusst und lösungsorientiert an die Aufgaben herangehen, die uns auf dem Weg in eine Zukunft ohne Öl (ich denke eine Diskussion Ölreserven sparen wir uns, oder?) bevorstehen. Möglichkeiten gibt´s genug!  

 

Diese Seite soll dem gegenseitigen Austausch dienen, und die von Euch informieren, die vielleicht noch nicht allzuviel von "Permakultur" gehört haben. Lernen wir gemeinsam - mach mit in unserer Bande ;)

 

Jeder kann hier mitmachen. Schreibt Aktikel, Tutorials, filmt, macht Fotos von und zu Euren kleinen oder großen nachhaltigen Projekten. Gebt Anregungen oder Hilfestellungen, tauscht Euch aus und beteiligt Euch rege. Du kannst Deine Beiträge direkt hier an die Redaktion schicken

redaktion@permakulturgut.de

Die Dokumentationen aller Projekte werden in der Infothek zusammengefasst und sollen zum Nachmachen anregen.

Ran an die Tasten und/oder die Kamera und schreibe einen kleinen Beitag.

Jeder kann jeden Tag etwas nachhaltig-sinnvolles tun - raus aus deiner Komfortone ;)

Wissen und Erfahrungen zu teilen, Fragen und Ideen beizusteuern funktioniert besonders gut mit großer Beteiligung.

 

Bitte gebt auch reichlich feedback, damit aus dem PermaKulturgut.de-Keimling eine große, kräftige Pflanze werden kann!

 

Neben der Infothek war das PermaGarten-Projekt eine Initiative von PermaKulturgut.de und hätte hier fortlaufend beschrieben werden sollen. Leider wurde der Garten verkauft - und eben leider nicht an uns.

Somit beschränken wir uns mittelfristig auf die Umgestaltung des  Hausgartens.

Das 1000m² große Grundstück mit Wohnhaus wird nach und nach zur Selbstversorger-Oase umgestaltet.

Das PermaGarten-Projekt wird auf

 

www.youtube.com/user/kallzheimerable

 

in Bild und Ton dokumentiert. Dazu gibt es dort eine große Sammlung von Playlists zum Thema Permakultur.

Permakultur-Garten-Dokukanal    -     Permakultur-stundenlang!!   

      

                                                                                                                                                                    

Viel Spaß und danke für Euer Interesse!

 

Euer Kalle

 

Und jetzt: raus in den Garten!

 

    

 

 

Permakultur - Ein Tanz mit der Natur, bei dem die Natur führt

 

von Hannelore Vonier

 

Mit diesem Titel hat Bill Mollison, Träger des "Alternativen Nobelpreises" und Permakultur-Mitbegründer, den Begriff beschrieben. Es handelt sich um eine Nachbildung von natürlichen Landschaften voller essbarer Früchte und Gemüse mit genügend Platz für Tiere und Pflanzen in Lebensgemeinschaft mit den Menschen.

  

Permakultur war ursprünglich vor allem landschaftsökologisch orientiert. Im Laufe der Zeit kamen ökonomische und soziale Aspekte hinzu.

Heute handelt es sich bei Permakultur um ein ganzheitliches Gerüst von Denkwerkzeugen, Ideen und Vorschlägen. Diese sollen Menschen dabei unterstützen, ihr Leben, ihren Lebensraum, ihre sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen nachhaltiger zu gestalten.

Ausgangspunkt der Überlegungen Bill Mollisons waren natürliche und naturnahe Ökosysteme, so wie ihre Nutzung oder Nachahmung durch indigene Völker, wie beispielsweise den Aboriginies in Australien.

Er beobachtete diese nachhaltig funktionierenden Systeme viele Jahre und formulierte dann eine Reihe von Gestaltungsgrundprinzipien.

Diese lassen sich auf

• den Hausgarten ebenso anwenden wie auf

• die Konzipierung eines landwirtschaftlichen Betriebes aber auch auf

• den Aufbau eines Unternehmens oder auf

• die Gestaltung des eigenen Lebensstils.

Die permakulturellen Gestaltungsgrundprinzipien orientieren sich teilweise an Hausverstand oder Bauernschläue.

Hier ein Beispiel:

"Jedes Element erfüllt mehrere Funktionen."

So kann ein Obstbaum nicht nur vielseitig verwendbares Obst (für Most, als Tafel- oder Dörrobst) tragen und am Ende seiner Zeit wertvolles Holz liefern, sondern auch Schatten spenden, den Wind bremsen (als Bestandteil einer Hecke), als Rankhilfe (z.B. für Wein, Kiwis, Stangenbohnen) fungieren, in seiner Blütenpracht Bienen- und Augenweide sein oder als Hängemattenmontage dienen.

Ein Mensch, kann gleichzeitig (Teil-)

SelbstversorgerIn, GelderwerberIn, ForscherIn, sozial aktives Wesen und DüngerproduzentIn sein.

Bill Mollison ist es ein Anliegen, möglichst viele Menschen aus den verschiedensten Lebens- und Wirtschaftsbereichen anzusprechen – auch solche, die über keine landwirtschaftliche, naturwissenschaftliche oder ökologische Ausbildung verfügen.

Alle sollen sich an diesem Umgestaltungsprozess in Richtung Nachhaltigkeit beteiligen können. Für diesen Zweck hat er einen umfassenden Lehrplan erstellt und bis jetzt weltweit rund 30 LehrerInnen in seinem Namen autorisiert diesen zu unterrichten.

Als ersten Europäer hat Bill Mollison den Österreichischen Permakultur-Designer Ronny Wytek zertifiziert, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen.

 

Die Natur als Lehrmeisterin anzuerkennen, ist die erste Lektion im Umgang mit dem Werkzeug Permakultur, unterstreicht Wytek. Und Wytek weiter:

Permakultur ist ein ‚Denkwerkzeug’, um Lebensqualität und Nachhaltigkeit zu verbinden.

 

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Aktuell 22.03.2013!!!


Hallo und herzlich willkommen alle miteinander!

PermaKulturgut.de ist nun ein Jahr alt und gerade in jüngster Vergangenheit gab es einige bedeutende Entwicklungen (um nicht von Rückschlägen zu sprechen).
Das ursprüngliche Projekt „PermaGartenEinbeck“ muss leider eingestampft werden. Der Garten war nur gepachtet und wurde im Februar verkauft. Das ist zunächst mal ziemlich traurig! Auch wenn wir nur eineinhalb gemeinsame Jahre miteinander hatte, so baute sich doch langsam eine Beziehung auf, die nun beendet wird. Den Großteil der Pflanzen, Büsche, Bäume und Sträucher haben wir bereits evakuiert. Das heißt, das was noch übrig war. Die selbstveredelten Apfelbäume, der Goldparmäne, Wildäpfel und fast alle Weinpflanzen sind den Wühlmäusen zum Opfer gefallen.
Der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an das Video zu Mulchkartoffelacker oder die Topinamburpflanzungen?! Auch hier haben die Mäuse große Schäden angerichtet. Drei Säcke Pflanzkartoffeln ergaben einen halben Sack Ernte. Ein Kübel Topinamburknollen hat wieder einen Kübel zu Ernten ergeben. Die Anbauflächen waren durchlöchert wie schweizer Käse und das zog sich durch den ganzen Garten. Auch in den Nachbargärten tummeln sich die Biester und sind zu einer richtigen Plage geworden, mit der ich eigentlich auch nicht leben möchte. Wieviele Opferpflanzen hätte es wohl gebraucht um trotz Mäusen selbst etwas ernten zu können? Egal - der Garten ist verkauft und das ist jetzt im nachhinein auch wohl besser für uns.
Nocheinmal würde ich keinen Privatgarten ohne Langzeitpachtvertrag pachten. Auch ein Probejahr müsste schon sein...

Wie geht es nun weiter?
Wir haben noch einen eigenen Hausgarten in Hanglage mit Südausrichtung. Bevor wir uns einen weiteren externen Projekt annehmen, widmen wir unsere Bemühungen nun allein dem Hausgarten. Ich schätze, dass man auch hier einige Permakulturelemente einbringen kann ;)
Genug Arbeit für einige Zeit werden wir hier auch auf jeden Fall finden ;)

Auf in ein weiteres Jahr mit Permann, Kalle und PermaKulturgut.de!

Euer Kalle